Mittwoch, 20. August 2008

Erste Tage in Champaign

Hi Folks,

jetzt kommt endlich der erste, wahrscheinlich sehnsüchtig erwartete Bericht aus Champaign. Fotos vom Unicampus bzw. den beiden Städten gibt’s noch nicht wirklich. Es war dafür einfach noch nicht wirklich Zeit (wenns hell war *g*) bzw. habe ich bis jetzt immer was zu tun gehabt. Also da müsst ihr euch noch ein wenig gedulden.

Aber jetzt mal ganz von vorne.
Mein Flug war ganz angenehm und hat bis auf das Essen gepasst (Zitat Steward: „Darf ich ihnen das vegetarische Brötchen anbieten – Würstchen sind leider schon aus?“ - Ich: „Hab ich dann eine Wahl?“ – Steward: „Nein!“). Und es war überhaupt nicht gut.

Aussicht aus dem Flugzeug auf die Amerikanische Infrastruktur...

Am Flughafen angekommen ist alles ganz reibungslos abgelaufen. Kein Problem bei der Einreise und auch keins beim Zoll. Innerhalb von 30 Minuten war ich draußen. Dort musste ich mich dann mal um meinen Bus umschauen – Zeit hatte ich genug er sollte erst in ca. 90 Minuten kommen. Also bin ich vor dem Flughafen gesessen und hab gewartet, und gewartet, und gewartet. Nach ca. 20 Minuten, nachdem der Bus schon da sein sollte und ich nervös von einem Ende des Flughafens zum anderen gewandert bin, ist er dann doch aufgetaucht. Da ist mir mal der Knoten im Magen ein wenig aufgegangen. Die 3,5 Stunden im Bus hab ich zuerst noch mit Gegendanschauen verbracht und danach ein wenig geschlafen. Aber mein erster Eindruck von der Highway Gegend war „riesig, öde und die sind ganz schöne Patrioten“. Es hängt fast an jeder Einkaufsmall oder Haus eine Amerikanische Fahne und auch die Autos tragen öfters Aufkleber.

Angekommen in Champaign war mein erstes Ziel die Illini Union Hall wo ich vorhatte zu übernachten (mittlerweile war es kurz vor 18 Uhr und ich fast 19 Stunden auf). Leider war kein Platz mehr dort und so musste ich meine Reise noch ein paar Busstationen ausweiten. Als ich mich allerdings zur Bushaltestelle schleppte (2 Koffer + Rucksack sind schwer *g*) stellte ich fest das ab 18 Uhr nur mehr eingeschränkter Verkehr herrscht (haha – unter Tags fahren die Busse im halbstunden Takt – also kann man sich den eingeschränkten Verkehr vorstellen). Wenigstens waren die Leute hier wirklich freundlich und haben mir sofort mit dem nicht leicht verständlichen Busplan geholfen. Also hab ich die erste Nacht in einem Studentenheim verbracht und bin nur mehr kurz auf den Campus um einen Internetanschluss zu suchen (leider war schon alles zu). Also bin ich nur mehr duschen und ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen hab ich mir als erstes die Schlüssel von meinem Apartment geholt und die erste Monatsmiete hinterlegt. Auf den Weg zurück zur Uni hab ich gleich mal einen Blick reingeworfen. Und bin gleich wieder rausgefallen – die Klimaanlage war auf Hochtouren eingestellt und leider auch die Wohnung in einem, naja sagen wir mal, nicht sauberen Zustand.

Also bin ich mal auf die Uni mich anmelden und meine ID Card abholen etc. Danach hab ich um teures Geld Putzzeug gekauft (teuer deswegen weil ich ein paar Tage später die selben Sachen beim Walmart um die Hälfte gesehen hab) und mein Zimmer und das Bad geputzt. Am Abend ist dann auch schon mein Mitbewohner Andreas gekommen.
Der nächste Tag war mit Wohnung putzen und zu Walmart rausfahren und einkaufen ausgefüllt – wir haben ganze 5 Stunden im Walmart verbracht weil wir einfach solange beim Suchen gebraucht haben bzw. sind uns manche Wörter nicht eingefallen und andere Gegenstände gibt’s in Amerika anscheinend nicht (z.B. ne normale Decke die in einen Überzug reinpasst oder ein Wäscheständer wie man ihn von zuhause kennt). Zu dieser Zeit ist auch endlich mein Hunger wieder zurückgekehrt und wir haben uns ein kleines Sandwich gekauft.


Keine Angst wir haben geteilt und sogar am Abend noch was davon gehabt :-)
Am Sonntag sind wir eigentlich nur essen gegangen und haben die restlichen Räume der Wohnung sauber gemacht. Am Abend war dann International Student Fun Night mit Spielen aller Art. War nett dort ein paar neue Bekanntschaften zu schließen.




Seit Montag absolvieren wir noch die restlichen Anmeldungsschritte und jetzt muss ich noch probieren das ich in meine Kurse reinkomme. Das ist leider nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt habe, da viele Kurse mit Auflagen verbunden sind oder gar erst für Graduate Students zugelassen sind. Ich als Austauschstudent bin hier als Freshman eingetragen und das bedeutet automatisch Undergraduate – ganz gleich ob ich schon Bachelor bin oder nicht. Drum werden in den nächsten Tagen noch mehrere Besuche bei Professoren folgen damit das auch klappt.
So, das wars fürs Erste mal. Weitere Berichte zum (Nacht)Leben hier gibt’s später bzw. fängt die Uni eh schon nächste Woche an.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey mate!

You're doin' well the first days...
Sieht so aus als wirst du dich mit dem amerikanischen "supersize" schnell anfreunden können ;-)! War dieses Sandwich eigentlich das kleinste im Angebot, sozusagen die Weightwatcher-Version? Bei diesen Dimensionen müssen wir uns auf keinen Fall Sorgen darüber machen, dass du uns vom Fleisch fallen wirst. Nicht, dass du auf die Idee kommst, Supersize-me nachzuspielen, gell!?!

Hört sich nach stressigen ersten Stunden an in deiner neuen Heimat. Ist aber auch gut so, so prägen sich diese Momente noch viel tiefer in dein Gedächtnis ein.
Dann zeig denen da drüben mal, was wir Ösis drauf haben! Ich wünsch dir dabei viel Spaß, machs gut...und danke, dass wir etwas von der Ferne mitbekommen dürfen. Ich fühl mich dadurch selbst wieder ein bisschen wie auf Urlaub...
Ciao, Käfa